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Brauchbare Einstiegslektüre
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Die ersten beiden Teile, in denen klassische und moderne Demokratietheorien dargestellt werden, sind eine kurze erste Einführung in das Thema Demokratietheorie, die sich locker leicht als Bettlektüre lesen läßt, mehr aber nicht. Die einzelnen Kapitel erscheinen wenig strukturiert und systematisch. Es war wohl ein Gebot der Kürze, daß über manche schwierige Punkte salopp und undifferenziert hinweggegangen wird, so daß der in politischer Theorie schon bewanderte Leser damit nicht zufriedenzustellen sein dürfte. Für den Anfänger allerdings bieten die ersten beiden Teile einen verständlichen Einstieg ins Thema und dank der ausführlichen Literaturangaben auch einen Anknüpfungspunkt für das weitere Selbststudium.
Das wesentliche Verdienst des Buches, das es für den Studenten der Politikwissenschaft zur Pflichtlektüre werden läßt, ist der dritte Teil. Hier wird das theoretische Rüstzeug vermittelt, das insbesondere für den empirischen Demokratievergleich unabdingbar ist. Die wichtigsten politikwissenschaftlichen Konzepte zur Beschreibung, Einordnung und allgemeinen Erforschung von Demokratien und vor allem für deren Vergleich werden verständlich erläutert, wobei allerdings manchmal statistische Grundkenntnisse vorausgesetzt werden. Wer sich kompakt über den Stand der modernen Politikwissenschaft in puncto Demokratieforschung und -vergleich informieren möchte, wird hier fündig werden - dieses Buch ist also keineswegs nur etwas für Theoretiker, wie der Titel vielleicht manchem suggeriert. Kritisch anzumerken ist allerdings, daß auch den letzten beiden Teilen etwas mehr Systematik und Ordnung gut zu Gesicht gestanden hätte. Vor allem zahlreiche Wiederholungen und öfteres Hin- und Herspringen lassen manchmal den Eindruck eines zusammengewürfelten Konglomerats entstehen.
Fazit: Ein Werk, das vor allem als Überblicks- und Einstiegslektüre zu empfehlen ist und zum Pflichtkanon des Studenten der Politikwissenschaft gehören sollte.
Eine Rezension von Rezensentin/Rezensent
vom 10. Oktober 2000
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