Das Lexikon der Prostitution (Lexikon Imprint) (Taschenbuch)
von Marcel Feige


 
Kurzbeschreibung:
Glaubt man »offiziellen« Schätzungen, nehmen 1,2 Millionen Freier täglich das Angebot von 400.000 Prostituierten in Anspruch. Zusammen setzen sie jährlich rund 6 Milliarden Euro um, soviel wie in so manchem Großkonzern. Dennoch wird dieser »Markt« totgeschwiegen. Man redet nicht darüber, aber man macht es. Und wissen darf es keine/r! Das »Lexikon der Prostitution« redet darüber und klärt auf!



Das Buch
1835 waren es die gelehrten Verfasser des »Dictionnaire de l?Académie«, die die Prostitution als »völlige Hingabe zur Unzucht« definierten. Bücher wie »Ecole de biches« und »Josefine Mutzenbacher« oder Filme wie »Das gelbe Haus am Pinnasberg« und »Pretty Baby« wollen uns weismachen, das Geschäft mit dem Körper entspringe der Liebe, Lust und Leidenschaft ? und am Ende lächele der Traumprinz aus dem Sonnendach des schneeweißen Cadillacs, die rote Rose zwischen den Lippen. Die Mär vom »Pretty Woman«!
Die Realität sieht anders aus! Zwischen rationalem Sex und absonderlichen Freierwünschen bleibt wenig Platz für Gedanken und Emotionen, allenfalls für Schmerzen, die der Gesetzgeber neuerdings zwar duldet, die Krankenkassen aber nur selten tragen. Glaubt man Schätzungen vom Prostituiertenprojekt Hydra, arbeiten 400.000 Frauen (und Männer) täglich zwischen Hamburg und München, Köln und Frankfurt/Oder. Die wenigsten haben eine Altersversicherung noch irgend eine andere Absicherung, und dass obwohl sie mit der »schnellen« Nummer am Straßenstrich, im klassischen Bordell, im Eros-Center oder dem Begleitservice übers Wochenende zusammen umgerechnet knapp 6 Milliarden Euro Jahresumsatz herbeischlafen, soviel wie so mancher Großkonzern.

Der Inhalt
»Das Lexikon der Prostitution« erzählt Geschichte: Angefangen in Chaldäa, der alten Wiege des Menschengeschlechts und ihrer gastlichen Prostitution, über die Freudenhäuser des 19. Jahrhunderts bis hin zur Laufarbeit im Eros-Center.
Das Buch klärt auf: Was genau hat es mit dem Prostitutionsgesetz vom 1. Januar 2002 auf sich, welche Vorteile, welche Nachteile bringt es? Das Lexikon stellt wichtige Vereine und Institutionen vor: Die Beratungsstelle Hydra, das Frauenprojekt Kassandra oder den jüngst in Berlin gegründeten Bundesverband Sexueller Dienstleistungen e.V. Es stellt deren Initiatoren vor, die Bordellbetreiberin Felicitas Weigmann oder die Vorreiterin in Sachen Hurenrecht, Stephanie Klee, übrigens die erste Prostituierte, die einen Kunden auf den vereinbarten Lohn verklagte ? und den Prozess gewann


Natürlich werden auch Rotlicht-Größen vorgestellt. Domenica, die bekannteste Hure Deutschlands, Willi Bartels, der König von St. Pauli oder Erwin Ross, der Rubens vom Kiez. Überhaupt: Was bedeutet Kiez eigentlich? Ist das der Straßenstrich? Ein Eros-Center? Und wo liegt der Unterschied zwischen Bordell, Puff und Club?
Das Buch klärt auf über Fachtermini: Wer hat Blockschulden? Was schiebt eine Falle? Wer kobert? Was heißt sakrale Prostitution? Und wieso sind Ausdrücke wie Hurenbock oder Hurensohn täglicher Sprachgebrauch?
»Das Lexikon der Prostitution« ist aber mehr als nur ein Nachschlagewerk. Beteiligte kommen in einfühlsamen Interviews zu Wort, und ermöglichen so einen emotionalen Blick hinter die Kulissen des Sex-Gewerbes.

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