Was von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge. (Taschenbuch)
von Giorgio Agamben


 
Kurzbeschreibung:
Dieses Buch ist keine Sammlung neuer historischer Materialien zu Auschwitz, sondern "ein Kommentar zu den Zeugnissen": Es unternimmt den eigenständigen und grundsätzlichen Versuch, Sinn und Möglichkeit des Zeugnisses überhaupt zu klären. Agamben bezieht Position gegen den Topos von der "Unsagbarkeit" des Lagers. Zugleich aber stellt er, im Gefolge Primo Levis, die Frage nach der Instanz des Zeugen: Wie können die Geretteten für die Untergegangenen sprechen? Wie können sie von einer Erfahrung berichten, die sie nicht bis auf den Grund und bis zum Letzten selbst gemacht haben? Die drei großen Themen des italienischen Philosophen - die Sprache, die Geschichte, die Gewalt - konvergieren in der zentralen Einsicht: Die Toten haben keine Stimme.
Agamben will nicht anklagen und verurteilen, und er weigert sich, dem Geschehenen den Sinn eines "Opfers" oder "Martyriums" zu verleihen. Statt dessen lässt er aus den Ruinen einer an Auschwitz gescheiterten Moral die Konturen einer Ethik des Zeugnis ses aufscheinen. Entstanden ist ein provozierendes Buch über Auschwitz, das in Italien sofort nach seinem Erscheinen eine lebhafte Debatte ausgelöst hat

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