Historische Sprachwissenschaft des Deutschen: Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels (Narr Studienbücher)
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(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels (Gebundene Ausgabe) Der folgende Text soll weniger eine Rezension des Werkes von Nübling sein (obwohl ich es als überaus gelungen betrachte), als vielmehr eine kritische Bemerkung zu Frank Försters Rezension sein. Teilweise gilt es sich zu fragen, inwieweit Förster den Text Nüblings objektiv betrachtet oder gar richtig gelesen hat.

So stellt Förster etwa die Vermutung an, dass es sich beim ersten Kapitel des Werkes um eine Kurzzusammenfassung der Promotionsarbeit Nüblings handele. Inwieweit das erste Kapitel, ein elfseitiger Abschnitt mit der Überschrift "Einführung", eine Kurzform der Disseration Nüblings ("Klitika im Deutschen - Schriftsprache, Umgangssprache, alemannische Dialekte") sein kann, ist wenig verständlich. Auch bei der Kritik an Nüblings "Zwiebelmodell" ignoriert Förster, dass sich die Autorin hierbei auf ein Schichtungsmodell beruft, das sie in Anlehnung an Debus (1980) geählt hat. Von "unwissenschaftlicher" Arbeit kann daher keine Rede sein.

Zudem kritisiert Förster, dass Nübling doch Basiswörter wie etwa "Affigierung" einführt bzw. erläutert, obwohl die Autorin eingangs erwähnt hat, solche Termini nicht weiter zu erläutern, da sich das Buch an fortgeschrittene Leser richtet. Es sei an dieser Stelle jedem selbst überlassen, über einen lediglich 5-zeiligen Einschub zur Klärung der Affigierung als störend empfindet...

Weiterere Kritikpunkte Försters:

- Seiner Meinung nach verwendet die Autorin zu viele Pfeildiagramme, Förster hätte lieber Tabellen gesehen. Geschmackssache.

- Überdies sichtet Förster zu viele Grafiken, die dem "Word-Baukasten" entsprungen seien, er wünscht sich grafisch anziehendere Abbildungen. Auch hier gilt: Über Geschmack lässt sich streiten. In einem linguistischen Werk sollte die "Schönheitsfrage" allerdings wohl eher im Hintergrund stehen, verständlich & lesbar sind die Grafiken allemal.

- Letzlich spricht Förster von "schlicht falschen Aussagen" der Autorin, beschreibt jedoch nicht welche und inwiefern sie falsch sein sollen.


Fazit: Keiner der Kritikpunkte Försters ist haltbar, eine Orientierung an seiner Rezension daher wenig empfehlenswert.



Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. Oktober 2007
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