| Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis (Uni-Taschenbücher M) von
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Das kann man so nicht stehen lassen
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis (Uni-Taschenbücher M) (Taschenbuch) Was den vorstehenden Rezensenten zu solch einer Polemik bewogen hat, kann ich nicht nachvollziehen und steht auch der Einschätzung der "scientific community" diametral entgegen. Deshalb erscheinen mir hier einige Bemerkungen angebracht. Dass diese Einführung den Rang eines Standardwerks in der Tat beanspruchen kann ist schon allein anhand der maßgeblichen Handbuch- und Lehrbuchliteratur zur empirischen Methodik, der Rezeption innerhalb der kommunikationswissenschaftlichen Methodendiskussion sowie der empirischen Forschungspraxis nachweisbar. Ein Blick in einschlägige Literatur genügt und sei auch dem Verfasser der vorstehenden Rezension empfohlen. Nun aber zu den von diesem Rezensenten angesprochenen Kritikpunkten: Zunächst: Das mir vorliegende Exemplar bietet anders als behauptet auf den ersten 130 Seiten keine Diskussion der Quantitativ-Qualitativ-Debatte, sondern eine verständlich gehaltene, systematische Darstellung einer Theorie der Inhaltsanalyse. Dabei werden ausgehend von einer Definition der Methode deren einzelne Bestandteile systematisch erörtert, wird das Verfahren der Inhaltsanalyse von anderen Textanalyseverfahren abgrenzt und lediglich auf 10 Seiten (nicht etwa 130...) die '"Qualitativ-quantitativ'-Debatte" resümiert. Letzteres scheint mir gerade für Adressaten von Einführungen sinnvoll und notwendig zu sein. Daran schließt sich eine schrittweise vorgehende Darstellung des inhaltsanalytischen Forschungsprozesses an, ausgehend von der Entwicklung und Formulierung der Hypothesen über deren Umsetzung in ein Kategoriensystem und die weitere Operationalisierung bis zum Codiervorgang. Im zweiten Teil des Werkes wird das im ersten Teil theoretisch dargebotene Modell in Form der Schilderung einer Untersuchungskonzeption exemplarisch illustriert. Schließlich werden im dritten Teil Erweiterungen und Ergänzungen zum Grundmodell für spezifische Anwendungsfälle dargestellt, darunter Synthetische Kategoriensysteme, die Semantische Struktur- und Inhaltsanalyse sowie Computerunterstützte Inhaltsanalyse (CUI). Das Buch ist durch ein Sachregister erschlossen und ist damit auch als Nachschlagewerk verwendbar. Noch eine abschließende Bemerkung zum zentralen Kritikpunkt der vorstehenden Rezension, nämlich dem von Früh angeführten Reliabilitätskoeffizienten: Auch wenn Kritik an diesem Koeffizienten sachlich u.U. begründet ist, betrifft sie nur einen hauptsächlich für "Spezialisten" relevanten Aspekt der Inhaltsanalyse als Methode. Für die eigentliche Zielstellung des Buchs, nämlich die verständliche Einführung in die theoretischen und praktischen Grundlagen der Inhaltsanalyse mit dem Ziel, den Leser zur Konzeption solcher Inhaltsanalysen zu befähigen, ist dieser Aspekt hingegen von beschränkter Bedeutung. Früh erwähnt den angesprochenen Koeffizienten im übrigen lediglich im praktischen Teil als "'bekanntestes und einfachstes" Reliablitätsmaß', nicht etwa als bestes und allein gültiges.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 29. November 2005 |
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