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Wie Erfahrungen unsere Gene steuern.
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Buchbesprechung von Bruno Martin > > > >Bruce Lipton - Intelligente Zellen. > >Wie Erfahrungen unsere Gene steuern. > > > >Intelligente Verknüpfungen - C. G. Jung nennt dies Synchronizität" - sind keine Zufälle. In meinem Fall war es so, dass ich mich intensiv mit der Funktion der Gene und Zellen bei der Recherche für ein eigenes Buch beschäftigt habe. Einige Fragen tauchten auf, die mir die wissenschaftliche Literatur nicht ausreichend beantwortete. Just in diesem Moment schickte mir der Verleger Konrad Halbig die Übersetzung des Buches von Bruce Lipton. Ich war sofort fasziniert und las das ganze Buch sehr schnell durch. Denn der Zellbiologe Dr. Bruce Lipton schreibt spannend und lebensnah. Und er wurde mir sofort sympathisch, weil er biographische Elemente einbezieht. Ein wichtiges Element in diesem Buch, denn der Mann hat Erfahrung und hat etwas Bedeutendes zu erzählen. Und er konnte mir wesentliche Fragen beantworten! > >Der Hype um die Entschlüsselung des menschlichen Genoms im Jahre 2000 hat seitdem wieder etwas nachgelassen, nachdem man feststellte, dass die Genbibliothek, die in der DNS-RNS-Doppelhelix im Zellkern gespeichert ist, nur einen kleinen Teil des Mysteriums des Lebens beantworten kann. Gene sind keine Autisten! Sie steuern nicht nur, sondern werden auch gesteuert. Doch die ganzen verwickelten Mechanismen der Genaktivierung sind so undurchsichtig, das die Entschlüsselung bisher kaum etwas gebracht hat. Man kennt zwar inzwischen einige Gene, die das oder jenes tun, doch man weiß überhaupt nicht, welche Rolle mehrere Gene in diesem verwickelten kybernetischen Regelkreis zusammen spielen. Erschwerend für die Forschung kommt noch hinzu, dass einzelne Gene nicht nur eine, sondern verschiedene Aminosäuren codieren! > >Nun kommt Dr. Lipton ins Spiel. Er hat durch seine jahrzehntelangen Forschungen und wissenschaftlich belegt entdeckt, dass noch andere Faktoren für die Zellreproduktion und die Körperfunktionen maßgebend sind. Die Gene schalten sich nur an oder aus, wenn irgendetwas, zum Beispiel ein Botenstoff, ein Hormon, ein Protein gebraucht wird. Viele äußere Einflüsse, die Lipton als epigenetische" Faktoren bezeichnet, haben großen Einfluss auf die Genaktivierung. Darüber hinaus - und das ist das Entscheidende an seiner Theorie - ist die ganze Zelle am Prozess beteiligt. Das kann man sich leicht vorstellen, wenn man weiß, dass die 2 m lange Doppelhelix verteilt auf 23 Doppelchromosomen im Zellkern nur 1,2% des Zellraumes einnimmt. Wäre sie von größerer Bedeutung, hätte die Zelle ihr mehr Platz zur Verfügung gestellt, dieser ist ja durchaus vorhanden. > >Was ist also die Zelle? Sie besteht aus einer Membran, die selbständig bestimmt, welche Nährstoffe und Informationen sie hineinlässt. In der Zelle verteilt liegen im Zellplasma weitere eigenständige Organellen wie die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, und die Ribosomen, die wiederum Enzyme herstellen und Einfluss auf die Gene haben. Des Weiteren müssen sich die 50 Billionen Körperzellen untereinander abstimmen. Alle diese komplexen Vernetzungen, die wiederum in Wechselwirkung mit unseren Gedanken, Gefühlen, Handlungen und Erfahrungen stehen, sind bis heute in keiner Weise verstanden. > >Ein Geheimnis konnte Dr. Lipton dennoch lüften: die Zelle hat ein eigenes Gehirn, das er in der Zellmembran ansiedelt. Dieses Gehirn leitet die Botschaften von außerhalb der Zelle in die innere intelligente Zellfabrik" weiter. Umwelt, menschliches Gehirn, Körperzellen und Gene sind alle in einem außerordentlichen systemischen Prozess miteinander verwoben. > >Um einen kleinen Einblick in diese Komplexität zu gewinnen, kann ich dieses Buch für jeden Interessierten nur empfehlen. Wer bis dahin an das mechanistische Paradigma der materialistischen Wissenschaft geglaubt hat, wird durch dieses Buch eines Besseren belehrt. Und die Leserinnen und Leser, die ihr Wissen um die Intelligenz in der Evolution erweitern und konkretisieren möchten, finden viele anregende und spannende neue Erkenntnisse. > >Bruno Martin, August 2006 > >(Autor des Buches: Intelligente Evolution, erscheint Sommer 2007.) >
Eine Rezension von Rezensent/in
vom 16. August 2006
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