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| : The Ligeti Project III von György Ligeti
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| Rezensionen: | | Vor seinem 80. Geburtstag erscheint die dritte CD der bei Sony begonnenen und bei Teldec fortgeführten Ligeti-Werkschau. Auch auf dieser CD sind zwei seiner bekanntesten Werke mit zwei weniger bekannten vereint. Werke unterschiedlicher Stilistik sind zu hören, die Ligetis verschiedene Schaffensphasen verdeutlichen.
Zu Beginn erklingt das 1966 für Siegfried Palm komponierte Violoncellokonzert in einer Neueinspielung mit dem Widmungsträger als Solisten. Gemeinsam mit den Musikern des Asko- bzw. Schönberg Ensembles webt er transparente Klangflächen, zieht leise Linien aus und bis in verschwindende Stille zurück. Ein Instrumentalkonzert, komponiert in den 60er-Jahren: Ein Konzert, dass so gar nicht dem romantischen Virtuosenkonzert entspricht, sondern bei dem anstatt Wettstreit ein Miteinander zwischen Solist und Orchester im Mittelpunkt stehen. So bildet das Solocello eine Grundierung, führt immer wieder neue Instrumentalgruppierungen zu immer neuen Klangflächen und sich fortspinnenden Bewegungen an. Die beiden Sätze des Konzerts erinnert jeweils an ein vorhergehendes zentrales Werk des Komponisten: AnAtmosphèresder erste, anAventuresder zweite Satz; und dennoch hört man Neues.
Das 1973 entstandene WerkClocks and Clouds, dessen Titel durch Karl Popper inspiriert ist, fasziniert ansatzweise ähnlich wie sein ChorwerkLux aeterna. Instrumentalklänge und Frauenstimmen vermischen sich fast zu einer untrennbaren Klangeinheit, die auf eine, durch Mikrointervalle geprägte diatonische Melodik und Harmonik gründet. Ganz anders klingt das 1992 entstandene Violinkonzert, das ein Fülle von Ideen und Kompositionsmaterialien in sich vereint, die man nach und nach entdecken kann. Eine der Grundideen Ligetis für diese Komposition war es, die temperierte Intonation zu verlassen, sie durch einige umgestimmte Streicher sowie durch Flöten mit ungenauer Tonhöhe zu "verschmutzen", wie er es nennt. Aber auch Abschnitte mit wechselnd ethnischer Färbung und traditionelle Satztechniken wie z. B. Cantus firmus oder Hoquetus werden verarbeitet.
Den Abschluss dieser CD bildet die Ersteinspielung eines im Jahr 2000 entstandenen Werks für Mezzosopran und vier Perkussionisten nach Gedichten des ebenfalls aus Ungarn stammenden Sándor Weöres: kleine, mal spielerische, mal ernste Gedichte, in dessen Vertonung poetische Linien ebenso zum Vorschein kommen wie rhythmisch-folkloristische Elemente.The Ligeti Project IIIist eine weitere Folge des Porträts György Ligetis, eine weitere CD, die wichtige Stadien seines kompositorischen Schaffens präsentiert.--Nina Polaschegg
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