The Virgin Suicides [Soundtrack]
von Air


 
Rezensionen:
Nach dem Überraschungserfolg des Air-AlbumsMoon Safariund den Top 20-Singles "Sexy Boy" und "Kelly Watch The Stars" buchte die amerikanische Filmproduzentin Sofia Coppola das französische Duo für den Soundtrack zu der BestsellerverfilmungThe Virgin Suicidesvon Autor Jefferey Eugenides. Im Gegensatz zu dem 98er-Elektronikalbum setzen die beiden Franzosen auf der überwiegend instrumentalen LP auch traditionelle Instrumente wie Schlagzeug und Keyboards und alte Effektmaschinen ein, was dem Sound viel Ähnlichkeit mit frühen Pink-Floyd-Aufnahmen verleiht und von den elektronischen Klangfarben stark an frühe Moog-Platten erinnert. Auf dem wunderschönen Filmsong "Playground Love" ist auch wieder die sanfte Stimme des Sängers Beth Kirsch zu hören. Das pastoral getragene "Cemetery Party" macht Anleihen beim Briten Mike Oldfield, "The Word 'Hurricane'" gar bei deutschen Elektronikern wie Cluster. "Dirty Trip" ruft mit fast sechs Minuten Länge Erinnerungen an 60er Jahre-Tripplatten wach, die einfache Klaviermelodie von "Highschool Lover" gar an die Beatles. Mit der tieftraurigen Trauermelodie zu einem männlichen Sprechermonolog über Selbstmordgedanken zu weinenden Gitarren klingt das atmosphärisch dichte Air-Album aus.--Ingeborg Schober

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